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Verordnung über den elektronischen Rechtsverkehr bei hessischen Gerichten und Staatsanwaltschaften[*]

Vom 26. Oktober 2007
GVBl. I S. 699

Verkündet am 9. November 2007

 

Aufgrund

1. des § 130a Abs. 2 Satz 1 und 2 der Zivilprozessordnung in der Fassung vom 5. Dezember 2005 (BGBl. I S. 3205, 2006 I S. 431, 2007 I S. 1781), zuletzt geändert durch Gesetz vom 26. März 2007 (BGBl. I S. 370), in Verbindung mit § 2 Nr. 6 Buchst. a der Verordnung zur Übertragung von Ermächtigungen im Bereich der Rechtspflege vom 5. Mai 2006 (GVBl. I S. 168), zuletzt geändert durch Verordnung vom 15. August 2007 (GVBl. I S. 538),

2. des § 21 Abs. 3 Satz 1 und 2 des Gesetzes über die Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungsnummer 315-1, veröffentlichten bereinigten Fassung, zuletzt geändert durch Gesetz vom 19. Februar 2007 (BGBl. I S. 122), in Verbindung mit § 3 Nr. 10 Buchst. a der Verordnung zur Übertragung von Ermächtigungen im Bereich der Rechtspflege,

3. des § 81 Abs. 4 Satz 1 und 2 der Grundbuchordnung in der Fassung vom 26. Mai 1994 (BGBl. I S. 1115), zuletzt geändert durch Gesetz vom 19. April 2006 (BGBl. I S. 866), in Verbindung mit § 2 Nr. 5 Buchst. d der Verordnung zur Übertragung von Ermächtigungen im Bereich der Rechtspflege,

4. des § 46b Abs. 2 Satz 1 und 2 des Arbeitsgerichtsgesetzes in der Fassung vom 2. Juli 1979 (BGBl. I S. 854, 1036), zuletzt geändert durch Gesetz vom 20. April 2007 (BGBl. I S. 554), in Verbindung mit § 5 Nr. 2 Buchst. a der Verordnung zur Übertragung von Ermächtigungen im Bereich der Rechtspflege,

5. des § 65a Abs. 1 Satz 1 bis 3 und 5 des Sozialgerichtsgesetzes in der Fassung vom 23. September 1975 (BGBl. I S. 2536), zuletzt geändert durch Gesetz vom 20. April 2007 (BGBl. I S. 554), in Verbindung mit § 5 Nr. 3 Buchst. a der Verordnung zur Übertragung von Ermächtigungen im Bereich der Rechtspflege,

6. des § 55a Abs. 1 Satz 1 bis 3 und 5 der Verwaltungsgerichtsordnung in der Fassung vom 19. März 1991 (BGBl. I S. 687), zuletzt geändert durch Gesetz vom 21. Dezember 2006 (BGBl. I S. 3316), in Verbindung mit § 5 Nr. 4 Buchst. a der Verordnung zur Übertragung von Ermächtigungen im Bereich der Rechtspflege,

7. des § 52a Abs. 1 Satz 1 bis 3 und 5 der Finanzgerichtsordnung in der Fassung vom 28. März 2001 (BGBl. I S. 443, 2262, 2002 I S. 679), zuletzt geändert durch Gesetz vom 5. September 2006 (BGBl. I S. 2098), in Verbindung mit § 5 Nr. 5 Buchst. a der Verordnung zur Übertragung von Ermächtigungen im Bereich der Rechtspflege,

8. des § 41a Abs. 2 Satz 1 und 2 der Strafprozessordnung in der Fassung vom 7. April 1987 (BGBl. I S. 1075, 1319), zuletzt geändert durch Gesetz vom 16. Juli 2007 (BGBl. I S. 1327), in Verbindung mit § 4 Nr. 6 Buchst. b der Verordnung zur Übertragung von Ermächtigungen im Bereich der Rechtspflege,

9. des § 110a Abs. 2 Satz 1 und 2 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten in der Fassung vom 19. Februar 1987 (BGBl. I S. 603), zuletzt geändert durch Gesetz vom 7. August 2007 (BGBl. I S. 1786), in Verbindung mit § 4 Nr. 7 Buchst. a der Verordnung zur Übertragung von Ermächtigungen im Bereich der Rechtspflege,

10. des § 8a Abs. 2 des Handelsgesetzbuchs in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungsnummer 4100-1, veröffentlichten bereinigten Fassung, zuletzt geändert durch Gesetz vom 16. Juli 2007 (BGBl. I S. 1330), auch in Verbindung mit § 156 Abs. 1 Satz 1 des Genossenschaftsgesetzes in der Fassung vom 16. Oktober 2006 (BGBl. I S. 2231), zuletzt geändert durch Gesetz vom 3. September 2007 (BGBl. I S. 2178) und § 5 Abs. 2 des Partnerschaftsgesellschaftsgesetzes vom 25. Juli 1994 (BGBl. I S. 1744), zuletzt geändert durch Gesetz vom 10. November 2006 (BGBl. I S. 2553) und in Verbindung mit § 3 Nr. 10 Buchst. f der Verordnung zur Übertragung von Ermächtigungen im Bereich der Rechtspflege,

11. des § 9 Abs. 4 Satz 1 und 2 des Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetzes vom 16. August 2005 (BGBl. I S. 2437), geändert durch Gesetz vom 5. Januar 2007 (BGBl. I S. 10), in Verbindung mit § 3 Nr. 16 Buchst. b der Verordnung zur Übertragung von Ermächtigungen im Bereich der Rechtspflege,

wird verordnet:

 

§ 1


Bei den hessischen Gerichten, den hessischen Staatsanwaltschaften und der Amtsanwaltschaft Frankfurt am Main können für den jeweiligen Zuständigkeitsbereich elektronische Dokumente in allen Verfahren nach der Zivilprozessordnung, dem Arbeitsgerichtsgesetz, der Finanzgerichtsordnung, der Verwaltungsgerichtsordnung, dem Sozialgerichtsgesetz, der Strafprozessordnung, dem Gesetz über Ordnungswidrigkeiten sowie in Beschwerdeverfahren nach der Grundbuchordnung und nach dem Gesetz über die Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit eingereicht werden. Abweichend hiervon sind in Musterverfahren nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz die Schriftsätze als elektronische Dokumente bei Gericht einzureichen. Der Zeitpunkt, ab dem die Einreichungen vorgenommen werden können, ist in Anlage 1 zu dieser Verordnung bestimmt.

 

§ 2


Die Einreichung elektronischer Dokumente muss in einer aus der Anlage 2 zu dieser Verordnung ersichtlichen Form erfolgen. Für die elektronische Anmeldung zur Eintragung in das Handels-, Genossenschafts- oder Partnerschaftsregister und die Einreichung elektronischer Dokumente zu diesen Registern gilt Satz 1 entsprechend.

 

§ 3


Für den Empfang elektronischer Dokumente an die unter § 1 Satz 1 genannten Gerichte, Staatsanwaltschaften und die Amtsanwaltschaft wird ausschließlich der elektronische Briefkasten bestimmt, der auf den Servern des Rechenzentrums der Justiz, Hessische Zentrale für Datenverarbeitung, geführt wird. Von dort aus werden die Eingänge in das Netz der Justiz automatisch weitergeleitet. Der elektronische Briefkasten ist über die auf der Internetseite http://www.justiz.hessen.de bezeichneten Kommunikationswege erreichbar.

 

§ 4


Die Verordnung über den elektronischen Rechtsverkehr bei den in der Stadt Frankfurt am Main ansässigen Gerichten und Staatsanwaltschaften sowie dem Amtsgericht Kassel, dem Landgericht Kassel und der Staatsanwaltschaft bei dem Landgericht Kassel und weiteren Amtsgerichten vom 22. November 2006 (GVBl. I S. 613) wird aufgehoben.

 

§ 5


Diese Verordnung tritt am 26. November 2007 in Kraft. Sie tritt mit Ablauf des 31. Dezember 2012 außer Kraft.

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