Verordnung zur Bestimmung der örtlich zuständigen
Amtsgerichte in Bußgeldverfahren
Vom 11. September 1996
GVBl. I S. 388
Auf Grund des § 68 Abs. 3 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten in der Fassung vom
19. Februar 1987 (BGBl. I S. 603), zuletzt geändert durch Gesetz vom 28. Oktober 1994
(BGBl. I S. 3186), in Verbindung mit § 1 der Verordnung zur Übertragung der
Ermächtigung des § 68 Abs. 3 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten vom 28.
Oktober 1968 (GVBI. I S. 273) wird verordnet:
§ 1
(1) In gerichtlichen Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten nach § 24 des
Straßenverkehrsgesetzes ist örtlich zuständig das Amtsgericht
1. des Wohnorts des jeweils Betroffenen in Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten nach
§ 69 a Abs. 2 Nr. 14 oder Abs. 5 Nr. 5 a der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung, im
übrigen
2. des Begehungsorts,
soweit das Regierungspräsidium Kassel als Bezirksordnungsbehörde die Aufgaben der
zuständigen Verwaltungsbehörde wahrnimmt.
(2) Das Amtsgericht des Begehungsorts ist örtlich auch zuständig in gerichtlichen
Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten nach
1. § 24 a des Straßenverkehrsgesetzes,
2. § 62 a des Bundes-Immissionsschutzgesetzes und
3. § 10 des Gesetzes über die Beförderung gefährlicher Güter in der jeweils
geltenden Fassung,
soweit das Regierungspräsidium Kassel als Bezirksordnungsbehörde die Aufgaben der
zuständigen Verwaltungsbehörde wahrnimmt.
§ 2
In gerichtlichen Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten nach
1. § 23 des Bundesstatistikgesetzes vom 22. Januar 1987 (BGBl. I S. 462, 565),
zuletzt geändert durch Gesetz vom 17. Januar 1996 (BGBl. I S. 34),
2. § 111 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten und
3. § 9 des Rundfunkgebührenstaatsvertrags vom 31. August 1991 (GVBl. I S. 367,
392)
ist, soweit das Regierungspräsidium Kassel die Aufgaben der zuständigen
Verwaltungsbehörde wahrnimmt, örtlich zuständig das Amtsgericht, in dessen Bezirk die
Ordnungswidrigkeit begangen worden ist.
§ 3
Für die im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Verordnung anhängigen gerichtlichen
Bußgeldverfahren wegen Ordnungswidrigkeiten nach § 10 des Gesetzes über die
Beförderung gefährlicher Güter und nach § 62 a des
Bundes-Immissionsschutzgesetzes bleiben die bisherigen Zuständigkeiten unberührt.
§ 4
§ 5
Diese Verordnung tritt am 1. Dezember 1996 in Kraft.