



Verordnung zur Aufhebung von
Richtervorbehalten nach dem Rechtspflegergesetz
Vom 29. Oktober 2008
GVBl. I S. 927
Verkündet am 13. November 2008
Aufgrund des § 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 bis 5 und Satz 2 des Rechtspflegergesetzes
vom 5. November 1969 (BGBl. I S. 2065), zuletzt geändert durch Gesetz vom 23.
November 2007 (BGBl. I S. 2614), in Verbindung mit
§ 2 Nr. 8 Buchst. c der Verordnung zur Übertragung von Ermächtigungen im Bereich
der Rechtspflege vom 5. Mai 2006 (GVBl. I S. 168), zuletzt geändert durch
Verordnung vom 1. April 2008 (GVBl. I S. 654), wird verordnet:
§ 1
(1) Die in § 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 bis 5 des Rechtspflegergesetzes genannten
Richtervorbehalte in Nachlasssachen werden aufgehoben.
(2) Die Rechtspflegerin oder der Rechtspfleger hat das Verfahren der Richterin
oder dem Richter zur weiteren Bearbeitung vorzulegen, soweit bei den Geschäften
nach Abs. 1 gegen den Erlass der beantragten Entscheidung Einwände erhoben
werden.
§ 2
Diese Verordnung tritt am 1. Februar 2009 in Kraft. Sie tritt mit Ablauf des 31.
Dezember 2014 außer Kraft.


