Anordnung über die Zuständigkeit für die
Ausstellung der Apostille und die Beglaubigung von Urkunden auf Grund von
völkerrechtlichen Verträgen
Vom 19. Januar 1981
GVBI. I S. 25
Auf Grund des Art. 2 Abs. 1 des Gesetzes zu dem Haager Übereinkommen vom 5. Oktober 1961
zur Befreiung ausländischer öffentlicher Urkunden von der Legalisation vom 21. Juni 1965
(BGBl. II S. 875), des Art. 2 Abs. 1 des Gesetzes zu dem Vertrag vom 7. Juni 1969 zwischen
der Bundesrepublik Deutschland und der Italienischen Republik über den Verzicht auf die
Legalisation von Urkunden vom 30. Juli 1974 (BGBl. II S. 1069) und des Art. 2 Abs. 1 des
Gesetzes zu dem Abkommen vom 13. Mai 1975 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem
Königreich Belgien über die Befreiung öffentlicher Urkunden von der Legalisation vom
25. Juni 1980 (BGBl. II S. 813) wird bestimmt:
§ 1
(1) Zuständig zur Ausstellung der Apostille nach dem Haager Übereinkommen vom 5. Oktober
1961 zur Befreiung ausländischer öffentlicher Urkunden von der Legalisation ist
1. für Urkunden der ordentlichen Gerichte, der Gerichte der allgemeinen
Verwaltungsgerichtsbarkeit, des Hessischen Finanzgerichts, der Gerichte für
Arbeitssachen, der Justizbehörden und der Notare
a) der Minister der Justiz,
b) der Präsident des Landgerichts,
2. für Urkunden der anderen Gerichte und Behörden
der Regierungspräsident.
(2) Zuständig für die Beglaubigung nach
1. Art. 2 des Vertrages vom 7. Juni 1969 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und
der Italienischen Republik über den Verzicht auf die Legalisation von Urkunden und
2. Art. 3 des Abkommens vom 13. Mai 1975 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und
dem Königreich Belgien über die Befreiung öffentlicher Urkunden von der Legalisation
ist der Regierungspräsident.
§ 2
§ 3
Diese Anordnung tritt am 1. April 1981 in Kraft.