Anordnung über Zuständigkeiten in
Besoldungsangelegenheiten im Geschäftsbereich des Präsidenten des Hessischen
Rechnungshofs
Vom 21. Juni 1988
GVBl. I S. 313
Auf Grund
1. des § 8 a Satz 2 des Hessischen Besoldungsgesetzes vom 23. Dezember 1976
(GVBl. I S. 547), zuletzt geändert durch Gesetz vom 29. März 1988 (GVBl. I S. 130),
2. des § 126 Abs. 3 Nr. 2 Satz 2 des Beamtenrechtsrahmengesetzes in der Fassung
vom 27. Februar 1985 (BGBl. I S. 463), zuletzt geändert durch Gesetz vom 14. November
1985 (BGBl. I S. 2090), in Verbindung mit § 1 Satz 2 des Gesetzes über
Ermächtigungen zum Erlaß von Rechtsverordnungen vom 3. Juli 1961 (BGBl: I S.856) und § 1 der Verordnung zur
Übertragung der Ermächtigung nach § 126 Abs. 3 Nr. 2 Satz 2 des
Beamtenrechtsrahmengesetzes vom 2. Oktober 1980 (GVBl. I S. 350), geändert durch
Verordnung vom 11. Januar 1988 (GVBl. I S. 2),
wird, soweit der Zentralen Besoldungsstelle Hessen Befugnisse übertragen werden im
Einvernehmen mit dem Minister der Finanzen, bestimmt:
§ 1
Der Zentralen Besoldungsstelle Hessen werden für den Geschäftsbereich des Präsidenten
des Hessischen Rechnungshofs folgende Befugnisse übertragen:
1. die Besoldung der Beamten festzusetzen, soweit in § 2 nichts anderes bestimmt
ist,
2. die Besoldung der Beamten zu berechnen und die Zahlung anzuordnen,
3. besoldungsrechtliche Anpassungen und strukturelle Besoldungsänderungen
durchzuführen,
4. zuviel gezahlte Bezüge nach § 12 Abs. 2 des Bundesbesoldungsgesetzes (BBesG)
in der Fassung vom 1. Oktober 1986 (BGBl. I S. 1554, 1666), zuletzt geändert durch Gesetz
vom 6. August 1987 (BGBl. I S. 2062), und nach § 3 Abs. 6 des Gesetzes über die
Gewährung einer jährlichen Sonderzuwendung vom 23. Mai 1975 (BGBl. I S. 1173, 1238),
zuletzt geändert durch Gesetz vom 6. Dezember 1985 (BGBl. I S. 2154, 2161),
zurückzufordern, soweit die Überzahlung auf einer Maßnahme nach Nr. 1, 2 oder 3 beruht,
5. Billigkeitsentscheidungen nach § 12 Abs. 2 Satz 3 BBesG nach Maßgabe
folgender Regelungen zu treffen:
a) von der Rückforderung ohne Rücksicht auf die Höhe der Überzahlung bis zu
1 000 Deutsche Mark im Einzelfall abzusehen,
b) Ratenzahlungen
bis zu 36 Monatsraten bei Rückforderungsbeträgen bis zu 5 000 Deutsche Mark,
bis zu 18 Monatsraten bei Rückforderungsbeträgen bis zu 20 000 Deutsche Mark zu
gewähren,
6. über Widersprüche gegen Entscheidungen nach Nr. 1 bis 4 zu befinden.
§ 2
Bei der Festsetzung des Besoldungsdienstalters bleibt es bei der Zuständigkeit des
Präsidenten des Hessischen Rechnungshofs, soweit der Beamte bei seiner Einstellung das
21. Lebensjahr vollendet hat.
§ 3
Diese Anordnung tritt am Tage nach der Veröffentlichung
in Kraft.