Gesetz zur Neugliederung des Obertaunuskreises und des
Landkreises Usingen
Vom 11. Juli 1972
GVBl. I S. 227
ERSTER ABSCHNITT
Neugliederung auf der Gemeindeebene
§ 1
Gemeinde Weilrod
(1) Die Gemeinden Emmershausen, Niederlauken, Oberlauken, Rod a. d. Weil und Weilnau sowie
die Gemeinde Hasselbach aus dem Landkreis Limburg werden zu einer Gemeinde mit dem Namen
"Weilrod" im Landkreis Usingen zusammengeschlossen.
(2) In die Gemeinde Weilrod werden eingegliedert:
1. aus der Gemeinde Grävenwiesbach die Flurstücke:
Gemarkung Laubach
Flur 9;
2. aus der Gemeinde Treisberg die Flurstücke:
Gemarkung Altweilnau
Flur 9 Nr. 169/72, 170/93 und 171/94.
§ 2
Stadt Usingen
Die Gemeinden Eschbach, Merzhausen und Wilhelmsdorf werden in die Stadt Usingen
eingegliedert.
§ 3
Gemeinde Wehrheim
Die Gemeinde Obernhain wird in die Gemeinde Wehrheim eingegliedert.
§ 4
Gemeinde Schmitten
Die Gemeinden Arnoldshain, Dorfweil, Schmitten und Treisberg - mit Ausnahme der in
§ 1 Abs. 2 Nr. 2 genannten Flurstücke - sowie die Gemeinde Reifenberg aus dem
Main-Taunus-Kreis werden zu einer Gemeinde mit dem Namen "Schmitten" im
Landkreis Usingen zusammengeschlossen.
§ 5
Stadt Königstein im Taunus
(1) Die Gemeinden Falkenstein und Mammolshain werden in die Stadt Königstein im Taunus
eingegliedert.
(2) In die Stadt Königstein im Taunus werden weiter eingegliedert aus der Gemeinde
Altenhain im Main-Taunus-Kreis die Flurstücke:
Gemarkung Altenhain
Flur 1 mit Ausnahme der Flurstücke 8/1, 8/2, 8/3, 9/12, 10/1, 10/2, 10/3, 12/1, 13/1 und
36/2
Flur 13 Nr. 69/1, 69/2, 69/3, 69/4, 70/1, 70/2, 70/3, 70/4, 70/5, 73/2, 73/5, 73/6, 73/12,
73/13, 77/1, 77/2, 77/3, 77/4, 77/5, 77/6, 77/7, 77/8, 77/9, 77/10, 77/11, 127/39, 127/40,
127/41 und 130.
§ 6
Stadt Oberursel (Taunus)
In die Stadt Oberursel (Taunus) werden eingegliedert:
1. aus der Stadt Bad Homburg v. d. Höhe die Flurstücke:
Gemarkung Dornholzhausen
Flur 9;
2. aus der Gemeinde Steinbach (Taunus) die Flurstücke:
Gemarkung Steinbach (Taunus)
Flur 8 Nr. 1/3, 1/7, 1/8 und 2/2;
3. aus der Gemeinde Harheim im Landkreis Friedberg die Flurstücke:
Gemarkung Harheim
Flur 9 und 10;
4. aus der Stadt Bad Vilbel im Landkreis Friedberg die Flurstücke:
Gemarkung Massenheim
Flur 7.
§ 7
Gemeinde Steinbach (Taunus)
In die Gemeinde Steinbach (Taunus) werden eingegliedert aus der Stadt Oberursel (Taunus)
die Flurstücke:
Gemarkung Stierstadt
Flur 38
Gemarkung Weißkirchen
Flur 20 Nr. 6/2201, 7/2202, 2203/2, 9/2203 und 11/3440
Flur 21 Nr. 4/2248, 6/2249, 8/2250, 10/2251, 12/2252, 2253/1, 14/2253, 16/2254, 18/2255,
21/2256, 23/2257, 26/2258, 27/2259, 28/2260, 29/2261, 2262 bis 2264, 34/2301, 36/2302,
38/2303, 40/2304, 42/2305, 44/2306, 46/2307, 48/2308, 50/2309, 52/2310, 55/2311, 57/2312,
60/3442, 61/3443 und 62/3443
Flur 22 Nr. 7/2338, 9/2339, 11/2340, 13/2341, 75/2341, 15/2342, 2343/1, 17/2343, 63/2343,
19/2344, 21/2345, 23/2346, 25/2347, 27/2348, 29/2349, 30/2350, 31/2351, 2352 bis 2355,
86/2370, 37/2371, 40/2373, 42/2374, 44/2375, 2376/1, 46/2376, 65/2376, 2377/1, 49/2377,
50/2378, 51/2379, 52/2380, 53/2381, 54/2382, 55/2383, 56/2384, 57/2385, 58/2386, 59/2387,
60/2388, 2389 bis 2407 und 61/3445
Flur 29.
§ 8
Stadt Bad Homburg v. d. Höhe
(1) Die Gemeinde Ober-Erlenbach aus dem Landkreis Friedberg - mit Ausnahme der in
§ 9 Abs. 2 Nr. 1 genannten Flurstücke - wird in die Stadt Bad Homburg v. d. Höhe
eingegliedert.
(2) In die Stadt Bad Homburg v. d. Höhe werden weiter eingegliedert aus der Gemeinde
Nieder-Eschbach im Landkreis Friedberg die Flurstücke:
Gemarkung Nieder-Eschbach
Flur 11, 12, 13 und 14.
§ 9
Stadt Friedrichsdorf
(1) Die Stadt Friedrichsdorf und die Gemeinden Köppern und Seulberg sowie die Gemeinde
Burgholzhausen vor der Höhe aus dem Landkreis Friedberg werden zu einer Stadt mit dem
Namen "Friedrichsdorf" im Obertaunuskreis zusammengeschlossen.
(2) In die Stadt Friedrichsdorf werden eingegliedert:
1. aus der Gemeinde Ober-Erlenbach im Landkreis Friedberg die Flurstücke:
Gemarkung Ober-Erlenbach
Flur 19, 20, 21, 22 und 23;
2. aus der Gemeinde Nieder-Erlenbach im Landkreis Friedberg die Flurstücke:
Gemarkung Nieder-Erlenbach
Flur 17, 18 und 19;
3. aus der Gemeinde Petterweil im Landkreis Friedberg die Flurstücke:
Gemarkung Petterweil
Flur 10, 11, 12, 13 und 14.
§ 10
Gemeinde Glashütten
Die Gemeinde Schloßborn im Main-Taunus-Kreis wird in die Gemeinde Glashütten im
Main-Taunus-Kreis eingegliedert.
§ 11
Stadt Frankfurt am Main
(1) Die Gemeinde Kalbach wird in die Stadt Frankfurt am Main eingegliedert.
(2) In die Stadt Frankfurt am Main werden weiter eingegliedert:
1. aus der Stadt Oberursel (Taunus) die Flurstücke:
Gemarkung Weißkirchen
Flur 15
Flur 20 Nr. 2042 bis 2070, 2093 bis 2122, 2146 bis 2180 und 3438./3
Flur 21 Nr. 2204 bis 2238, 2253/2, 2265 bis 2296, 30/2297, 31/2298, 92/2299, 2300/1,
2300/2, 90/2303, 89/2304, 88/2306, 87/2308, 86/2309, 76/2311, 75/3441 und 84/3442
Flur 22 Nr. 2313 bis 2331, 1/2332, 2/2333, 67/2334, 68/2335, 69/2336, 70/2337, 71/2339,
72/2340, 73/2341, 2343/2, 74/2346, 2346/1, 2356 bis 2365, 77/2366, 78/2367, 79/2368,
80/2369, 81/2370, 82/2373, 83/2374, 84/2375, 85/2376, 2376/2, 2377/2, 3444 und 76/3445
Flur 24 bis 26, 28, 30 bis 33
Gemarkung Bommersheim
Flur 59 Nr. 20 und 45;
2. aus der Gemeinde Steinbach (Taunus) die Flurstücke:
Gemarkung Steinbach (Taunus)
Flur 5 Nr. 40.
§ 12
Gemeinde Waldems
Die Gemeinden Bermbach und Esch aus dem Untertaunuskreis und die Gemeinden Niederems,
Reichenbach, Steinfischbach und Wüstems aus dem Landkreis Usingen werden zu einer
Gemeinde mit dem Namen "Waldems" im Untertaunuskreis zusammengeschlossen.
ZWEITER ABSCHNITT
Neugliederung auf der Kreisebene
§ 13
Hochtaunuskreis
(1) Der Obertaunuskreis mit den Städten Bad Homburg v. d. Höhe, Friedrichsdorf,
Königstein im Taunus, Kronberg im Taunus, Oberursel (Taunus) und der Gemeinde Steinbach
(Taunus) und der Landkreis Usingen mit der Stadt Usingen und den Gemeinden
Grävenwiesbach, Neu-Anspach, Schmitten, Wehrheim und Weilrod werden zu einem Landkreis
mit dem Namen "Hochtaunuskreis" zusammengeschlossen. Sitz der Kreisverwaltung
ist die Stadt Bad Homburg v. d. Höhe; § 11 Abs. 2 der Hessischen Landkreisordnung bleibt
unberührt.
(2) Die Gemeinde Glashütten aus dem Main-Taunus-Kreis wird in den Hochtaunuskreis
eingegliedert.
DRITTER ABSCHNITT
Überleitungsvorschriften
§ 14
Rechtsnachfolge
Die neuen und die aufnehmenden Gemeinden sind Rechtsnachfolger der bisherigen Gemeinden.
Der Hochtaunuskreis ist Rechtsnachfolger des Obertaunuskreises und des Landkreises
Usingen.
§ 15
Rechtsstellung der Bediensteten
Die Beamten der Landräte des Obertaunuskreises und des Landkreises Usingen als Behörden
der Landesverwaltung gelten mit dem Inkrafttreten dieses Gesetzes als versetzt zum Landrat
des Hochtaunuskreises als Behörde der Landesverwaltung.
§ 16
Orts- und Kreisrecht
In den neugegliederten Gemeinden und Landkreisen gilt das bisherige Orts- und Kreisrecht
fort, bis es durch neues Recht ersetzt wird.
§ 17
Überleitung der Haushaltspläne
(1) Der Hochtaunuskreis führt die Haushaltspläne der bisherigen Landkreise auf der
Grundlage der von diesen Landkreisen erlassenen Haushaltssatzungen bis zum Ende des
Rechnungsjahres 1972 weiter. Der Hochtaunuskreis kann für das Rechnungsjahr 1972 für die
Bereiche der bisherigen Landkreise Nachtragshaushaltssatzungen erlassen. Das Recht,
bereits 1972 eine Haushaltssatzung für den Hochtaunuskreis zu erlassen, bleibt
unberührt.
(2) Abs. 1 gilt sinngemäß für die neugegliederten Gemeinden des Hochtaunuskreises.
§ 18
Wahl der Vertretungskörperschaften der neugegliederten
Gemeinden und des Hochtaunuskreises
(1) Die Vertretungskörperschaften der neugegliederten Gemeinden und des Hochtaunuskreises
werden am Tage der allgemeinen Gemeinde- und Kreiswahlen in Hessen, dem 22. Oktober 1972,
gewählt; § 25 der Hessischen Landkreisordnung in der Fassung des § 37 Abs. 2
des Hessischen Kommunalwahlgesetzes vom 6. Juni 1972 (GVBl. I S. 141) findet Anwendung.
(2) Der Wohnsitz in den bisherigen Gemeinden und Landkreisen gilt als Wohnsitz in den
neuen oder aufnehmenden Gemeinden und im Hochtaunuskreis.
VIERTER ABSCHNITT
Schlußbestimmungen
§ 19
Änderung der Grenzen der Regierungsbezirke
§ 20
Ausführungsvorschriften
Der Minister des Innern erläßt die zur Ausführung dieses Gesetzes erforderlichen
Rechtsverordnungen und Verwaltungsvorschriften.
§ 21
Inkrafttreten
Dieses Gesetz tritt am 1. August 1972 in Kraft.