Gesetz zur Neugliederung der Landkreise
Fritzlar-Homberg, Melsungen und Ziegenhain
Vom 28. September 1973
GVBl. I S. 356
ERSTER ABSCHNITT
Neugliederung auf der Gemeindeebene
§ 1
Gemeinde Gilserberg
Die Gemeinden Gilserberg, Moischeid, Schönstein und Sebbeterode werden zu einer Gemeinde
mit dem Namen "Gilserberg" zusammengeschlossen.
§ 2
Gemeinde Willingshausen
Die Gemeinden Antrefftal, Leimbach, Loshausen, Ransbach, Steina und Wasenberg werden zu
einer Gemeinde mit dem Namen "Willingshausen" zusammengeschlossen.
§ 3
Gemeinde Schrecksbach
Die Gemeinden Röllshausen und Salmshausen werden in die Gemeinde Schrecksbach
eingegliedert.
§ 4
Gemeinde Ottrau
In die Gemeinde Ottrau werden eingegliedert aus der Stadt Alsfeld im Vogelsbergkreis die
Flurstücke:
Gemarkung Berfa
Flur 10 Nr. 2, 5 bis 7
Flur 12 Nr. 2, 37/3, 43/3, 4, 5, 7, 9, 28/10, 49/10, 50/10, 53/10 und 29/11
Flur 13 Nr. 1 bis 3, 5 und 6
Gemarkung Immichenhain
Flur 22 Nr. 46 und 47.
§ 5
Stadt Neukirchen
(1) Die Gemeinde Seigertshausen wird in die Stadt Neukirchen eingegliedert.
(2) In die Stadt Neukirchen werden weiter eingegliedert:
1. aus der Gemeinde Ottrau die Flurstücke:
Gemarkung Kleinropperhausen
Flur 2 Nr. 1 und 13;
2. aus der Gemeinde Olberode das Flurstück:
Gemarkung Olberode
Flur 2 Nr. 1.
§ 6
Gemeinde Oberaula
(1) Die Gemeinden Friedigerode - mit Ausnahme der in § 7 Abs. 2 genannten
Flurstücke -, Ibra, Oberaula, Olberode - mit Ausnahme des in § 5 Abs. 2 Nr. 2
genannten Flurstücks - und Wahlshausen werden zu einer Gemeinde mit dem Namen
"Oberaula" zusammengeschlossen.
(2) In die Gemeinde Oberaula werden eingegliedert aus der Stadt Neukirchen die
Flurstücke:
Gemarkung Olberode
Flur 2 Nr. 63/4 und 63/6.
§ 7
Stadt Schwarzenborn
(1) Die Gemeinde Grebenhagen wird in die Stadt Schwarzenborn eingegliedert.
(2) In die Stadt Schwarzenborn werden weiter eingegliedert aus der Gemeinde Friedigerode
die Flurstücke:
Gemarkung Friedigerode
Flur 1 Nr. 12 bis 17, 23 bis 45, 47, 49 bis 53, 55 bis 57, 94/0.59, 91/63, 92/63, 71,
72, 75, 80, 81, 88/83, 89/84, 85 und 93/0.85.
§ 8
Gemeinde Frielendorf
(1) Die Gemeinden Allendorf, Frielendorf Grenzebach, Großropperhausen, Leuderode,
Spieskappel und Verna werden zu einer Gemeinde mit dem Namen "Frielendorf"
zusammengeschlossen.
(2) In die Gemeinde Frielendorf werden eingegliedert aus der Stadt Schwalmstadt die
Flurstücke:
Gemarkung Leimsfeld
Flur 1 Nr. 21, 23 bis 26, 30/27 und 31/27
Flur 12 Nr. 2.
§ 9
Gemeinde Jesberg
Die Gemeinden Densberg und Hundshausen werden in die Gemeinde Jesberg eingegliedert.
§ 10
Gemeinde Neuental
Die Gemeinde Römersberg wird in die Gemeinde Neuental eingegliedert.
§ 11
Stadt Borken (Hessen)
Die Gemeinden Arnsbach, Großenenglis, Kleinenglis, Nassenerfurth und Trockenerfurth
werden in die Stadt Borken (Hessen) eingegliedert.
§ 12
Gemeinde Knüllwald
Die Gemeinden Berndshausen, Niederbeisheim und Rengshausen werden in die Gemeinde
Knüllwald eingegliedert.
§ 13
Gemeinde Malsfeld
Die Gemeinden Beiseförth, Malsfeld, Mosheim, Ostheim und Sipperhausen werden zu einer
Gemeinde mit dem Namen "Malsfeld" zusammengeschlossen.
§ 14
Gemeinde Morschen
(1) Die Gemeinden Altmorschen mit Ausnahme der in § 24 genannten Flurstücke -,
Heina, Konnefeld und Neumorschen werden zu einer Gemeinde mit dem Namen
"Morschen" zusammengeschlossen.
(2) In die Gemeinde Morschen werden eingegliedert aus der Gemeinde Alheim im Landkreis
Hersfeld-Rotenburg die Flurstücke:
Gemarkung Altmorschen
Flur 21.
§ 15
Stadt Spangenberg
(1) Die Gemeinden Bischofferode, Landefeld und Weidelbach werden in die Stadt Spangenberg
eingegliedert.
(2) In die Stadt Spangenberg werden weiter eingegliedert aus der Stadt Waldkappel im
Landkreis Eschwege die Flurstücke:
Gemarkung Bischofferode
Flur 9 Nr. 1
Gemarkung Pfieffe
Flur 3 Nr. 5
Flur 4 Nr. 28
Flur 10.
§ 16
Stadt Fritzlar
Die Stadt Züschen aus dem Landkreis Waldeck wird in die Stadt Fritzlar eingegliedert.
§ 17
Gemeinde Wabern
Die Gemeinde Harle wird in die Gemeinde Wabern eingegliedert.
§ 18
Stadt Felsberg
Die Stadt Felsberg und die Gemeinden Brunslar, Gensungen, Helmshausen, Hilgershausen und
Rhünda werden zu einer Stadt mit dem Namen "Felsberg" zusammengeschlossen.
§ 19
Stadt Melsungen
Die Gemeinde Schwarzenberg wird in die Stadt Melsungen eingegliedert.
§ 20
Gemeinde Edermünde
Die Gemeinden Besse und Edermünde werden zu einer Gemeinde mit dem Namen
"Edermünde" zusammengeschlossen.
§ 21
Gemeinde Guxhagen
In die Gemeinde Guxhagen werden eingegliedert aus der Gemeinde Söhrewald im Landkreis
Kassel die Flurstücke:
Gemarkung Wollrode
Flur 1 Nr.203/177
Flur 8 Nr. 74, 147/134, 148/134, 151/134, 152/134, 155/134, 156/134 und 157/134
Gemarkung Wellerode
Flur 21 Nr. 68/1.
§ 22
Gemeinde Söhrewald
In die Gemeinde Söhrewald im Landkreis Kassel werden eingegliedert aus der Gemeinde
Guxhagen die Flurstücke:
Gemarkung Wellerode
Flur 18 Nr. 1 bis 3, 5, 25/6, 13, 14 und 31/16
Flur 19 Nr. 48/3, 49/3, 6/1, 8/1, 8/2, 9/1, 10/1, 11/2, 50/15, 55/15, 56/15 und 57/15
Flur 20 Nr. 32/1, 34/3, 36/4 und 12/1
Flur 21 Nr. 222/80, 223/80, 90/2, 90/3 und 225/123.
§ 23
Stadt Baunatal
In die Stadt Baunatal im Landkreis Kassel werden eingegliedert aus der Gemeinde Edermünde
die Flurstücke:
Gemarkung Grifte
Flur 1
Flur 2 Nr. 63 und 64.
§ 24
Gemeinde Alheim
In die Gemeinde Alheim im Landkreis Hersfeld-Rotenburg werden eingegliedert aus der
Gemeinde Altmorschen die Flurstücke:
Gemarkung Altmorschen
Flur 20 Nr. 2/2, 11/3, 17/7 und 14/8.
§ 25
Stadt Alsfeld
In die Stadt Alsfeld im Vogelsbergkreis werden eingegliedert aus der Gemeinde Ottrau die
Flurstücke:
Gemarkung Berfa
Flur 14 Nr. 1/1, 42/2, 43/2 und 44/2
Flur 15 Nr. 14/1 und 3.
§ 26
Stadt Neustadt (Hessen)
Die Gemeinde Mengsberg sowie die Gemeinden Momberg und Speckswinkel aus dem Landkreis
Marburg werden in die Stadt Neustadt (Hessen) im Landkreis Marburg eingegliedert.
ZWEITER ABSCHNITT
Neugliederung auf der Kreisebene
§ 27
Schwalm-Eder-Kreis
Der Landkreis Fritzlar-Homberg mit den Städten Borken (Hessen), Fritzlar, Gudensberg,
Homberg (Efze), Niedenstein und den Gemeinden Edermünde, Jesberg, Knüllwald, Neuental,
Wabern und Zwesten, der Landkreis Melsungen mit den Städten Felsberg, Melsungen,
Spangenberg und den Gemeinden Guxhagen, Körle, Malsfeld, Morschen und der Landkreis
Ziegenhain mit den Städten Neukirchen, Schwalmstadt, Schwarzenborn und den Gemeinden
Frielendorf, Gilserberg, Oberaula, Ottrau, Schrecksbach und Willingshausen werden zu einem
Landkreis mit dem Namen "Schwalm-Eder-Kreis" zusammengeschlossen. Sitz der
Kreisverwaltung ist die Stadt Homberg (Efze).
DRITTER ABSCHNITT
Überleitungsvorschriften
§ 28
Rechtsnachfolge, Auseinandersetzung
Die neuen und die aufnehmenden Gemeinden sind Rechtsnachfolger der bisherigen Gemeinden.
Der Schwalm-Eder-Kreis ist Rechtsnachfolger der Landkreise Fritzlar-Homberg, Melsungen und
Ziegenhain. Im übrigen gelten für die aus Anlaß der Neugliederung erforderlichen
Auseinandersetzungen die Vorschriften des § 18 der Hessischen Gemeindeordnung und
des § 15 der Hessischen Landkreisordnung.
§ 29
Rechtsstellung der Beamten
Die Beamten der Landräte der Landkreise Fritzlar-Homberg, Melsungen und Ziegenhain als
Behörden der Landesverwaltung gelten mit dem Inkrafttreten dieses Gesetzes als versetzt
zum Landrat des Schwalm-Eder-Kreises als Behörde der Landesverwaltung.
§ 30
Orts- und Kreisrecht
In den von der Neugliederung betroffenen Gemeinden und Landkreisen gilt das bisherige
Orts- und Kreisrecht fort, bis es durch neues Recht ersetzt wird.
§ 31
Nachwahlen
(1) Die Stadtverordnetenversammlungen der Städte Borken (Hessen), Felsberg, Fritzlar,
Melsungen, Neukirchen, Schwarzenborn und Spangenberg sowie der Stadt Neustadt (Hessen) im
Landkreis Marburg, die Gemeindevertretungen der Gemeinden Edermünde, Frielendorf,
Gilserberg, Jesberg, Knüllwald, Malsfeld, Morschen, Neuental, Oberaula, Schrecksbach,
Wabern, Willingshausen und der Kreistag des Schwalm-Eder-Kreises werden für den Rest der
Wahlzeit neu gewählt. Der Wahltag wird vom Minister des Innern bestimmt.
(2) Der Wohnsitz in den bisherigen Gemeinden und Landkreisen gilt als Wohnsitz in den
neuen oder aufnehmenden Gemeinden und im Schwalm-Eder-Kreis.
(3) § 25 der Hessischen Landkreisordnung in der Fassung des § 37 Abs. 2
des Hessischen Kommunalwahlgesetzes vom 6. Juni 1972 (GVBl. I S. 141) findet
Anwendung.
VIERTER ABSCHNITT
Schlußbestimmungen
§ 32
Änderung der Grenzen der Regierungsbezirke
§ 33
Ausführungsvorschriften
Der Minister des Innern erläßt die zur Ausführung dieses Gesetzes erforderlichen
Rechtsverordnungen und Verwaltungsvorschriften.
§ 34
Inkrafttreten
Dieses Gesetz tritt am 1. Januar 1974 in Kraft.