Abkommen
über die Zuständigkeit des Amtsgerichts Hamburg für die seerechtlichen
Verteilungsverfahren
Das Land Baden-Württemberg,
der Freistaat Bayern,
das Land Berlin,
das Land Brandenburg,
die Freie Hansestadt Bremen,
das Land Hessen,
das Land Mecklenburg-Vorpommern,
das Land Niedersachsen,
das Land Nordrhein-Westfalen,
das Land Rheinland-Pfalz,
das Saarland,
der Freistaat Sachsen,
das Land Sachsen-Anhalt,
das Land Schleswig-Holstein,
das Land Thüringen und
die Freie und Hansestadt Hamburg
schließen vorbehaltlich der Zustimmung ihrer verfassungsmäßig berufenen Organe
nachstehendes Abkommen.
§ 1
Die seerechtlichen Verteilungsverfahren werden dem Amtsgericht Hamburg für das Gebiet der
Länder Baden-Württemberg, Freistaat Bayern, Berlin, Brandenburg, Freie Hansestadt
Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen,
Rheinland-Pfalz, Saarland, Freistaat Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und
Thüringen übertragen.
§ 2
Für die bei dem Inkrafttreten dieses Abkommens bereits anhängigen Verfahren verbleibt es
bei den bisherigen Zuständigkeiten.
§ 3
Die Freie und Hansestadt Hamburg verzichtet auf Kostenausgleichsansprüche gegen die an
diesem Abkommen beteiligten Länder; sie erhält die Einnahmen des Amtsgerichts Hamburg
aus den ihm übertragenen Verfahren.
§ 4
Das Abkommen kann mit einer Frist von sechs Monaten zum Ende eines Kalenderjahres
gekündigt werden, und zwar sowohl von der Freien und Hansestadt Hamburg als auch von den
einzelnen Ländern gegenüber der Freien und Hansestadt Hamburg.
§ 5
Dieses Abkommen bedarf der Ratifikation. Die Ratifikationsurkunden werden bei der
Senatskanzlei der Freien und Hansestadt Hamburg hinterlegt. Das Abkommen tritt mit dem
Ersten des Monats in Kraft, der auf den Tag der Hinterlegung der letzten
Ratifikationsurkunde folgt. Die Senatskanzlei der Freien und Hansestadt Hamburg teilt den
übrigen an dem Abkommen beteiligten Ländern die Hinterlegung der letzten
Ratifikationsurkunde mit.
(§ 6)
Berlin, den 6. November 1991
Für das Land Baden-Württemberg
Der Justizminister
gez. H e l m u t O h n e w a l d
Für den Freistaat Bayern
Für den Ministerpräsidenten
Die Staatsministerin der Justiz
gez. Dr. M. B e r g h o f e r W e i c h n e r
Für das Land Berlin
Für den Regierenden Bürgermeister
Die Senatorin für Justiz
gez. J u t t a L i m b a c h
Für das Land Brandenburg
Für den Ministerpräsidenten
Der Minister der Justiz
gez. H a n s O t t o B r ä u t i g a m
Für die Freie Hansestadt Bremen
Der Senator für Justiz und Verfassung
gez. V o l k e r K r ö n i n g
Für das Land Hessen
Die Hessische Ministerin der Justiz
gez. H o h m a n n D e n n h a r d t
Für das Land Mecklenburg-Vorpommern
Für den Ministerpräsidenten
Der Minister für Justiz, Bundes- und Europaangelegenheiten
gez. U l r i c h B o r n
Für das Land Niedersachsen
Für den Niedersächsischen Ministerpräsidenten
Niedersächsisches Justizministerium
gez. H. A l m M e r k (Ministerin)
Für das Land Nordrhein-Westfalen
Für den Ministerpräsidenten
Der Justizminister
gez. R o l f K r u m s i e k
Für das Land Rheinland-Pfalz
In Vertretung des Ministerpräsidenten
Der Minister der Justiz
gez. P e t e r C a e s a r
Für das Saarland
Für den Ministerpräsidenten
Der Minister der Justiz
gez. W a l t e r
Für den Freistaat Sachsen
Für den Ministerpräsidenten
Der Staatsminister der Justiz
gez. S t e f f e n H e i t m a n n
Für das Land Sachsen-Anhalt
Für den Ministerpräsidenten
Der Minister der Justiz
gez. W a l t e r R e m m e r s
Für das Land Schleswig-Holstein
Für den Ministerpräsidenten
Der Justizminister
gez. K l i n g e r
Für das Land Thüringen
Der Minister für Justiz, Bundes- und Europaangelegenheiten
gez. H a n s J o a c h i m J e n t s c h
Für den Senat der Freien und Hansestadt Hamburg
gez. L o r e M a r i a P e s c h e l G u t z e i t